Prüfung von Matratzen und Sitzkissen

Warum Hilfsmittel gegen Dekubitus prüfen?

Wer lange Zeit bettlägerig ist, läuft Gefahr, schmerzhafte Druckgeschwüre zu bekommen, die sich nicht selten zu offenen Stellen am Körper auswachsen. Eine Matratze, die dieses Risiko nachweisbar abzumildern oder gar zu verhindern weiß, ist ein Nutzen, den jeder Ihrer Kunden sofort erkennt.

Die wesentlichen Eigenschaften, die ein Hilfsmittel zur Dekubitusprophylaxe besitzen muss, können mit technischen Prüfungen im Labor charakterisiert werden. Die hier zugrunde gelegten Prüfparameter sind an den wichtigsten äußeren Faktoren ausgerichtet, die das Entstehen von Druckstellen beeinflussen. Entscheidende Größen hierbei sind:
 
  • Druck
  • Mikroklima (Wärme- und Feuchtigkeitsableitung)
  • Reibung inkl. Verschiebungen des Hautgewebes (Scherkräfte)
  • Stützfunktion der Liegeunterlage (z.B. aufgrund des Einsinkverhaltens)
Verschiedene hierzu entwickelte und standardisierte Prüfungen bilden die wesentlichen Parameter ab und sollen Herstellern helfen, schon während des Entwicklungsprozesses die zur Vorbeugung von Druckgeschwüren notwendigen Eigenschaften ihres Produkts zu bewerten.

Diese Laborprüfungen bieten eine objektive und effiziente Möglichkeit, die Charakteristik des Endprodukts vorherzusagen. Darüber hinaus sind die Prüfergebnisse hilfreich, wenn es darum geht, unbekannte Risiken aufzudecken und klinische Studien zielgerichtet zu gestalten.

Für Ihre aktiven Medizinprodukte (z.B. Wechseldrucksysteme) bieten wir Ihnen als akkreditiertes Prüflabor nach DIN EN ISO/IEC 17025 gerne elektrische Sicherheitsprüfungen nach der DIN EN 60601 Reihe an.

Nehmen Sie einfach Kontakt zu uns auf: Gerne erstellen wir Ihnen ein Angebot über ein individuelles Prüfprogramm.